Wahlkampf-Nichtigkeiten – Tagebuch

Heutige Agenturen nach dem Stichwort „Baerbock“ durchsucht. Nur ein einziger Fund: NZZ-Kommentar. Es fehlt Munitionsnachschub von „“plagiatsgutachten.com“. Stattdessen liest der Plagiatjäger Habecks neues Buch und ist voll des Lobes. Nimmt das aber auch als Anlass, um rund um Annalena Baerbock wieder aggressiv Begriffe wie „Schmierenkomödie“, „feige“ (Habeck sei das!), „Fehlgeleitetes Feminismus-Dogma“ auszustoßen.

Kein Baerbock-Nachschub. Dann halt eine andere Grüne:

„NZZ“-Analyse: „Und je stärker sich die grüne Spitzenfrau Baerbock ins Knäuel ihrer Plagiate und Falschauskünfte verstrickt, desto leichter wächst der Vorsprung in den Umfragen für CDU und CSU“.

Gab’s nichts zu Laschet heute? Doch schon – aber der Mann wird ja – „NZZ“ weiter: „der stabilen Seitenlage treu bleiben, solange die Konkurrenz sich selbst zerlegt, ihn denunziert oder anderweitig beschäftigt ist“.

Laschet wird „denunziert“, nur weil er einen Opus-Dei-nahen Verein in den WDR-Rundfunkrat gebracht hat. Wie kleinkariert kann ein Wahlkampf sein? Nur weil sein wahrscheinlicher Kanzleramtsminister Herr Liminski 2007 mal was gemeines gegen Schwule gesagt hat? Das war 2007! Wie lange zurück will man bohren und suchen?

Außer, man ist Plagiatsjäger, der dieser unmöglichen Person, die es wagt, als Spitzenkandidatin für die Grünen anzutreten, verdientermaßen das Handwerk legen will:

Wenn doch die Way-Back-Maschine so weit zurückreicht – why not? Beweis um Beweis trägt sich da wie von selbst alles zusammen, um die schlimmste und gefährlichste Kanzlerkandidatin aller Zeiten zu entlarven.

So verstrickt sie sich mehr und mehr im Knäuel ihrer Plagiate und Falschauskünfte. Ihr eigenes Wahlprogramm hat diese Frau abgeschrieben. Ihren eigenen Artikel, den sie mit Robert Habeck zusammen veröffentlich hat. Und einige Stellen aus wirklichen Schöpfungsleistungen anderer. Warum hat sie nicht einfach ein Buch von ihren Mitarbeitern schreiben lassen, wie das Herr Laschet getan hat? Dafür wird dieser Mann jetzt denunziert!

Baerbock, die Grünen, anderweitige Linke und die ganzen „Antirassist*innen“ und sonstigen Weltverbesserer haben halt Pech: Die „Welt“, „NZZ“, „Bild“ und andere gute Medien berichten noch das, was wirklich wichtig ist – und nur der Vollständigkeit halber auch mal über nette Kinkerlitzchen wie Wahlprogramme zu Klimawandel und anderem Kleinkram.

 

 

Apropos Meinungsfreiheit: Dass Start-Up-Unternehmer in einem Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums eine „Disziplinierung der Presse“ gefordert haben – natürlich meldet das auch die Welt (plagiier… ach nein, sie zahlen ja dafür … übernommen von dpa). Für einen Kommentar hatte keiner mehr Zeit. Oder habe ich ihn übersehen? Dafür war ja das Thema „Meinungsfreiheit“ schon prominent vertreten – schließlich ist es ja ein Unding, dass „mißliebige Positionen im Netz immer öfter niedergebrüllt“ werden.

Ja, wirklich, da hat die „Welt“ recht! Stellen Sie sich doch nur einmal vor, man würde, sagen wir mal, die Meinung haben: „Es gibt eine Kampagne gegen die Kanzlerkandidatin von Bündnis ’90/Die Grünen von den Springerzeitungen, der NZZ und anderen rechtskonservativen Medien!“ Geht gar nicht! Natürlich ist es eine sehr abstruse Meinung, die „Welt“ hat eine neugierig-offen-differenziert-kritische Haltung zu ihr wie zu den andern Kandidaten auch, aber: es muss doch möglich sein, auch so etwas zu sagen. Versuchen Sie das mal auf Twitter. Viel Spaß 😉

Ach ja: Olaf Scholz taucht auch heute in den Agenturen auf: Er hat sich dafür ausgesprochen, die Ausbauziele für erneuerbare Energien massiv anzuheben. Aber das ist ja fast so langweiliger Kram wie das, was die Baerbock und der Habeck uns immer wieder versuchen, als „Wahlkampfthemen“ unterzujubeln. Netter Versuch! 🙂

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